Stundenzettel als Excel-Vorlage
Seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen Arbeitgeber die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten erfassen. Dieser Stundenzettel macht es einfach: Beginn, Ende und Pause pro Tag eintragen, und Arbeitszeit, Wochensumme, Überstunden und Bruttolohn werden automatisch berechnet.
Die Vorlage prüft die Pausen nach § 4 ArbZG: Wer mehr als 6 Stunden arbeitet, braucht 30 Minuten Pause, bei mehr als 9 Stunden 45 Minuten. Ist die Pause zu kurz, wird sie rot markiert. Nachtschichten über Mitternacht rechnet die Tabelle richtig.
Was enthalten ist
- Tägliche Arbeitszeit aus Beginn, Ende und Pause, auch bei Nachtschichten
- Wochensumme getrennt nach regulären Stunden und Überstunden
- Bruttolohn mit frei wählbarem Überstundenfaktor
- Pausenprüfung nach § 4 ArbZG mit roter Markierung
- Druck auf einer A4-Seite im Querformat zur Unterschrift
So funktioniert es
- Namen und den Montag der Woche eintragen.
- Vertragliche Wochenstunden und Stundenlohn prüfen.
- Für jeden Tag Beginn und Ende eintragen, zum Beispiel 08:00 und 16:30.
- Pause in Minuten ergänzen und auf rote Hinweise achten.
- Summen prüfen, ausdrucken oder als PDF speichern und abzeichnen.
Was das Arbeitszeitgesetz verlangt
Die werktägliche Arbeitszeit darf 8 Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Monaten im Schnitt 8 Stunden nicht überschritten werden. Zwischen zwei Arbeitstagen müssen 11 Stunden Ruhezeit liegen.
Pausen müssen im Voraus feststehen und mindestens 15 Minuten am Stück dauern. Länger als 6 Stunden hintereinander darf niemand ohne Pause arbeiten.
Für Minijobber ist die Aufzeichnung von Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit nach dem Mindestlohngesetz ohnehin Pflicht. Sie muss spätestens nach einer Woche erfolgen und zwei Jahre aufbewahrt werden.
Häufige Fragen
Erfüllt der Stundenzettel die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung?
Der Gesetzgeber schreibt bisher keine bestimmte Form vor. Eine täglich geführte Tabelle mit Beginn, Ende und Pausen ist eine verbreitete Lösung, gerade für kleine Betriebe.
Gibt es einen gesetzlichen Überstundenzuschlag?
Nein. Ob und wie viel Zuschlag gezahlt wird, regeln Arbeits- oder Tarifvertrag. Stellen Sie den Faktor entsprechend ein, zum Beispiel 1,25 für 25 %.
Funktioniert er mit Nachtschichten?
Ja. Eine Schicht von 22:00 bis 06:00 zählt 8 Stunden abzüglich Pause.
Ist die Vorlage kostenlos?
Ja, ohne Anmeldung und für beliebig viele Mitarbeitende.